Balkonkraftwerke – Strom zu Hause selber machen?

Was ist das?

Ein „Balkonkraftwerk“ ist eine ganz kleine Photovoltaikanlage, die nicht unbedingt auf dem Dach montiert wird, sondern eben, zum Beispiel, auf dem Balkon. Oder im Garten, oder es kommen Tischbeine unter das Solarmodul, damit es als Terassentisch dienen kann. Oder oder oder.

Der (entsprechend wenige) erzeugte Strom wird im eigenen Haushalt benutzt und braucht daher nicht beim normalen Stromversorger bezahlt werden.

Lohnt sich das?

Eher nicht bzw. nur über lange Zeit gesehen. Der auf einem typischen Balkon erzeugte Strom reicht, besonders im Winter, bei Weitem nicht aus um den ganzen Haushalt zu versorgen. Den Stromversorger braucht man also weiterhin. Wer unbedingt autark sein möchte schaut sich lieber nach einer „richtigen, großen“ Anlage um.

Der selbstgemachte Strom reduziert die gekaufte Strommenge und damit die Stromrechnung. Nach einigen Jahren sollte das Balkonkraftwerk seine eigenen Anschaffungskosten „verdient“ haben, ab dann wird gespart. Eine wirklich deutlich spürbare Stromkostensenkung ist nicht zu erwarten – ein kleiner Beitrag ist aber möglich.

Ist das erlaubt?

Im Prinzip erstmal Ja – es hängt davon ab was mit dem erzeugten Strom geschieht.

Balkonkraftwerke, die den Strom in einen eigenen Akku speichern und die Nutzung der Energie direkt aus dem Akku stattfindet (keinerlei Verbindung mit dem normalen Stromnetz) sind immer erlaubt. Es entstehen auch keinerlei Steuern oder Abgaben.

Die Einspeisung in das Stromnetz im Haus ist grundsätzlich genauso möglich wie bei „großen“ Solaranlagen. Das erfordert dann eine Anmeldung beim Stromnetzbetreiber und einen eigenen Zählerplatz. Dieser Aufwand ist so teuer, das sich das Kleinkraftwerk dann wirklich nicht mehr rechnet, aber es ist möglich.

Oft wird mit „Das Kraftwerk einfach in die Steckdose stecken“ geworben. Tatsächlich funktioniert das auch erstmal einwandfrei. Probleme gibt es an zwei Stellen: Einerseits stehen die Anschlußbedingungen der Stromnetzbetreiber dem Entgegen – wer einfach so ein Kraftwerk in die Steckdose steckt verstößt gegen die Vertragsbedingungen des Stromnetzanschlusses.

Andererseits besteht Brandgefahr, da die Sicherungen umgangen werden: Der Strom aus dem Balkonkraftwerk steht zusätzlich zu den üblicherweise 16 Ampere, die aus dem Stromnetz über die Sicherungen fließen, für Verbraucher im selben Stromkreis zur Verfügung. Das ist also nun insgesamt mehr Strom als die Sicherung eigentlich hergibt, und damit auch mehr Strom als das, wofür Kabel und Steckdosen vorgesehen sind. Mit etwas Pech kann das zu Bränden führen, die ohne das Balkonkraftwerk bloß die Sicherung zum Auslösen gebracht hätten. Dieses Problem lässt sich lösen, indem das Balkonkraftwerk an einem eigens abgesicherten Stromkreis angeschlossen wird, der keine Verbraucher versorgt.

Was tun?

Wer aus Interesse seinen Strom selber erzeugen will kann ohne größere Bedenken zugreifen. Die größte Absicherung gibt es bei Inselanlagen mit eigener Batterie, die nicht mit dem Stromnetz verbunden sind.

Reich wird man damit aber nicht.

Was ist mit Wind?

Auch Kleinst-Windräder können Strom zu Hause produzieren – aber nicht auf dem Balkon. Windräder benötigen halbwegs vernünftige, nicht zu turbulente Windströmungen. Direkt an Häusern ist das aber nicht gegeben.

Eigene Stromerzeugung aus Wind ergibt daher nur dann ernsthaft Sinn, wenn es möglich ist, einen Mast im Garten aufzustellen. Dafür braucht man eine Baugenehmigung – dies sollte mit Lieferanten, alternativ mit bauvorlageberechtigten Architekten oder Ingenieuren, abgesprochen werden.

In Wohngebieten gilt es, auch mit allen Nachbarn zu sprechen. Windräder im Garten können großen Unfrieden auslösen – wenn es überhaupt eine Baugenehmigung dafür gibt.

Wer trotz des zu erwartenden geringen Ertrags mit Windkraft am Haus experimentieren möchte greift möglichst zu einem Vertikalrotor-Windrad. Diese sind gegenüber Turbulenzen viel unempfindlicher als klassische Windräder mit horizontaler Achse. Wichtig ist auch, einen für Windräder geeigneten Laderegler oder Wechselrichter zu verwenden. Für Solar vorgesehene Geräte können nicht immer den schnellen Leistungsschwankungen folgen.

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Wie nutze ich den Dreifach-Schnelllader in Heide? [Update: Nochmal neue Preise]

Dreifach-Schnelllader Heide

Dreifach-Schnelllader Heide

Stecker

Das Ladegerät kann alle aktuellen Autos flott laden und hat für Alle einen passenden Stecker.

CHAdeMO, linker Stecker: Mitsubishi, Nissan, Peugeot, Citroen, Tesla S (schnell, mit Adapter)

CCS, mittlerer Stecker: VW, BMW

Typ2, rechter Stecker: Renault, Tesla S (langsamer, ohne Adapter), alle anderen Fahrzeuge

Im Zweifelsfall von links nach rechts probieren. Den ersten Stecker benutzen der passt. CHAdeMO und CCS können nicht gleichzeitig benutzt werden. Eine komplette Ladung dauert je nach Auto typischerweise unter 30 Minuten.

Standort

Fritz-Thiedemann-Ring 40, 25746 Heide, bei famila und Aldi

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Bezahlmöglichkeiten

Der Strom ist kostenpflichtig. Die hier angegebenen Preise spiegeln den Stand von August 2016 wieder und können sich ändern.

Bezahlung ohne Vertragsbindung

Strom laden mit „intercharge direct“ mit Smartphone/Tablet/Laptop, bezahlen mit Kreditkarte oder Paypal, 42 Cent/Minute in 5-Minuten-Schritten.

Den QR-Code auf dem Aufkleber neben dem passenden Kabel mit dem Smartphone einscannen oder per NFC auslesen. Alternativ die auf dem Aufkleber aufgedruckte Ladepunktnummer hier eintippen (das geht auch per Laptop, oder indem man jemanden anruft der zu Hause vor einem Rechner sitzt):

https://m.intercharge.eu/evse/enter

Online die gewünschte Ladedauer und die Zahlungsdaten angeben. Beim Bäcker im famila ist ein öffentliches WLAN.

Wer kein Smartphone hat kann einen der Autostromverträge nutzen:

Bezahlung mit Autostromvertrag

Diese Autostromverträge werden akzeptiert:

  • Ladekarte und Schlüsselanhänger von The New Motion, Lichtblick, Stadtwerke Husum oder Autoclub Europa, 6 Cent/Minute (Typ2-Stecker) bzw. 36 Cent/Minute (CHAdeMO-/CCS-Stecker)
  • Ladekarte von Naturstrom, 15 Cent/Minute (Typ2-Stecker) bzw. 35 Cent/Minute (CHAdeMO-/CCS-Stecker)
  • Schlüsselanhänger oder Smartphone-App von Plugsurfing, 36 Cent/Minute
  • Ladekarte von BMW ChargeNow „Active“ oder „Flex“, kompliziertes zeitabhängiges Preismodell
  • EMiS-Ladekarte, 38,9 Cent/Minute

Ladekarte vor das Lesefeld unter dem Bildschirm halten, dann den Anweisungen im Display folgen.

Die Ladekarten sind bei den jeweiligen Anbietern erhältlich und funktionieren auch an tausenden anderen Ladepunkten in Deutschland.

Weiter geht’s

Durchreisende entlang der Autobahnen können die nächsten Schnelllader hier finden:

Norden: Netto-Supermarkt, Plantagevej 42, DK-6270 Tønder, Dänemark. 105 Kilometer entfernt.

Nordosten: Industrivejens Grillbar, Industrivej 22, DK-6330 Padborg, Dänemark. 93 Kilometer entfernt.

Osten: Team-Tankstelle Osterrönfeld, Kieler Straße 19, 24783 Osterrönfeld. 53 Kilometer entfernt.

Südosten: famila Quickborn, Pascalstraße 9, 25451 Quickborn. 89 Kilometer entfernt.

Süden: Metro-Markt, Großmoorbogen 1, 21079 Hamburg. 118 Kilometer entfernt. Außerdem mehrere weniger autobahnnahe Standorte in der Hamburger Innenstadt.

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Elektroautoakku leer – wird dabei leichter

Ein Verbrenner-Auto ist mit leerem Tank leichter, klar.

Ein Elektroauto auch.

Relativitätstheorie

Die in einem Körper, zum Beispiel einem Akku, enthaltene Energie entspricht seiner Masse multipliziert mit dem Quadrat der Lichtgeschwindigkeit (spezielle Relativitätstheorie). Als Formel:

E=m*c2

„Energie“ meint damit nicht nur die elektrische Energie in Akkus sondern alle „innere Energie“ zusammen, die immer in allen Dingen enthalten ist. An den Großteil dieser inneren Energie kommt man im Alltag nicht heran, es ist aber soviel, das damit sehr leistungsstarke Akkus möglich wären. Die gesamte innere Energie lässt sich nämlich nur sehr mühsam zur Fortbewegung nutzen, mit dem machbaren, aber ethisch problematischen, nuklearen Pulsantrieb.

Aber auch die in Akkus gespeicherte elektrische Energie zählt dazu. Holt man diese Energie aus dem Akku heraus, muss mathematisch gesehen entweder die Lichtgeschwindigkeit oder die Masse sinken, sonst wäre die Formel falsch. Die Lichtgeschwindigkeit ist aber ein fester Wert. Logischerweise wird daher der Akku tatsächlich leichter.

Im Auto

Man kann die Formel ausrechnen, dann ergibt sich für eine Kilowattstunde Energie eine Masse von 42 Nanogramm. Das ist recht wenig.

Im Akku-stärksten Serien-Elektroauto „Tesla S 90D“ wird der Akku leer also um insgesamt 3,78 Mikrogramm leichter.

Kann man das messen?

Theoretisch natürlich schon, praktisch aber nicht. Waagen mit Mikrogramm-Genauigkeit gibt es – die können aber bloß Gegenstände bis zu ein paar Gramm Gesamtgewicht ausmessen.

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Heute ist Welterschöpfungstag

Heute am 8.8.2016 ist Welterschöpfungstag. Wir (also alle Menschen auf der Erde) haben jetzt die natürlichen Ressourcen für das Jahr 2016 aufgebraucht. Ab Jetzt bis Jahresende lebt sich’s auf Pump.

2015 war es noch am 13. August. 1987 – gar nicht so lange her – war es am 19. Dezember. Das „konnten wir uns fast noch leisten“.

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Reichlich Verkehr heute…

… an der Ladestation vor dem Kreishaus in Husum:

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Die Station kann maximal drei Fahrzeuge gleichzeitig versorgen. Hier stehen ein BMW i3 und ein Renault ZOE, beide aus Nordfriesland, und als besonderer Gast ein Tesla Roadster (links) aus Bielefeld.

Wer auch Urlaub per Elektroauto machen möchte und keinen Tesla hat:

Die Strecke Hamburg-Nordfriesland-Dänemark ist dank ausreichend vieler Schnelllader inzwischen flott befahrbar. Südwestlich Hamburgs sieht es entlang der A1 bis Köln und Brüssel auch halbwegs nutzbar aus. A7 und A24 erfordern leider noch Geduld – statt A7 kann man immerhin über Lüneburg und Wittingen Landstraße nach Braunschweig fahren und findet unterwegs mehrere Schnell-Ladestationen. Südlich Hannovers ist dann auch die A7 ausgestattet.

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Kostenlose Energieberatungen beim Stadtfest in Garding

Wertvolle Tipps zum Dämmen und Heizen, aber auch zum Stromsparen im Haushalt: Das bietet das „Energiesparmobil Schleswig-Holstein“, mit dem die Mitarbeiter des Schleswig-Holstein Energieeffizienz-Zentrums (SHeff-Z) und die unabhängigen Energieberater der Verbraucherzentrale seit Juni 2015 übers Land fahren. Am Sonntag, 31. Juli 2016, macht der lilafarbene Truck bereits zum zweiten Mal beim Stadtfest mit Spezialitätenmarkt der Landfrauen in Garding Station. In dem mit modernster Technik ausgestatteten Fahrzeug können sich Verbraucher von 10 Uhr bis 16.30 Uhr vor Ort von Mitarbeitern des SHeff-Z und den Ingenieuren der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) informieren lassen – herstellerunabhängig und kostenlos.

Im „Energiesparmobil Schleswig-Holstein“ finden Interessierte eine Fülle an Informationen. Im Mittelpunkt der Ausstellung im Lkw steht ein Modellhaus, welches mit LED-Leuchten spielerisch die technischen und baulichen Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz im eigenen Haus demonstriert. Auch Smart Home wird erlebbar. Am Tablet können Besucher unter anderem das Licht ein- und ausschalten. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Wärmebildkamera und ein informatives Stromfresser-Quiz. An Bord des 18 Meter langen Trucks befindet sich zudem eine Photovoltaik-Anlage mit Stromspeicher, die das Fahrzeug zum Selbstversorger macht.

Im Anhänger dreht sich alles um Dämmen und Heizen. Am U-Wert-Simulator können Besucher testen, mit welchen Materialien und in welcher Stärke sie ihr Haus bei einer Sanierung optimieren können. Am Modell eines Wärmepumpen-Kreislaufs lassen sich Erwärmung und Kühlung fühlen. Vorgestellt wird auch die Funktionsweise einer dezentralen Lüftungsanlage. Aber auch individuelle Fragen zum eigenen Haus können gerne gestellt werden.

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Sommer – klimafreundlich grillen

Grillen ist lecker. Geht das auch klimafreundlich? Ja.

Der Brennstoff

Holzkohle klingt zwar nach einem Brennstoff aus erneuerbarer Energie, stammt aber allzu oft aus gerodeten Tropenwäldern und ruiniert damit langfristig die Treibhausgasspeicherfähigkeit der Erde. „Made in Germany“ reicht dabei als Hinweis nicht aus, denn dann ist es vielleicht nur in Deutschland gemischt und verpackt.

Holzkohle daher nur mit FSC-Siegel aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung kaufen. Oder die Alternativen testen:

  • Kohle aus Kokosnussschalen, aus Bambus, oder aus Olivenkernen (wird auch in Wasserpfeifen manchmal verwendet). Kann online bestellt werden und stammt aus landwirtschaftlichen Restprodukten. Bambuskohle glüht länger als Holzkohle und ermöglicht damit ganz nebenbei entspanntere und längere Grillabende.
  • Gasgrills. Ist zwar ein fossiler Brennstoff, verbrennt aber sauber und umweltfreundlich und zerstört weniger Tropenwälder.

Insgesamt ist der Einfluss des Brennstoffs auf die Umweltfreundlichkeit des Grillens aber gering (ca. 5% der Gesamtemissionen). Man sollte sich nicht allzulange mit der Auswahl des Brennstoffes aufhalten und sich lieber überlegen was man grillt und wie man zum Grill hinkommt (ca. 95% der Gesamtemissionen).

Elektrisch grillen? Wirklich?

Mit Ökostrom Grillen ist tatsächlich die umweltfreundlichste Variante, da völlig abgasfrei. Das typische Aroma und das offene Feuer fehlt – da muß jeder für sich entscheiden ob ein Elektrogrill die persönlichen Anforderungen erfüllt.

Mit „normalem“ Strom Grillen (zum Beispiel auf dem Campingplatz aus der Stromsäule, wenn das kein Ökostrom ist) ergibt hingegen aus Umweltschutzgründen wenig Sinn.

Oft ist beim Grillen ja keine Steckdose da. Mit Strom aus einem Generator grillen ist aus Umweltsicht wirklich völlig sinnlos. Da kann man lieber mit Gas oder Kohle anfeuern – macht auch mehr Freude.

Pelletgrills

Nicht nur mit Ökostrom, auch mit Holzpellets kann man CO2-neutral grillen. Das ist geschmacklich interessant, da man viele verschiedene Holzsorten probieren und auch kombinieren kann.

Das geht nur mit speziellen Pelletsgrills. Die sind eher etwas für die Terasse zu Hause, nicht zum Mitnehmen – und brauchen eine Steckdose für die Zündung. Dafür kann man damit auch indirekt grillen, räuchern und Pizza backen.

Die Pellets aus dem Baumarkt für die Heizung sind eigentlich nicht geeignet. Notfalls nur dann, wenn kein Nadelholz enthalten ist (krebserregende Abgase).

Anzünder

Normale Kaminanzünder reichen aus (wachsgetränkte Sägespäne) und sind auch weniger giftig als Paraffin- oder Flüssiganzünder. Wer die Materialien über hat: Kann man auch mit Sägespänen, alten Kerzen und Eierkartons selber machen.

Ein mehrfach verwendbarer Anzündkamin ist auch prima!

Das Grillgut

Schwein ist besser als Rind. Käse ist keine Alternative zu Fleisch generell, da kann man besser Schwein oder Geflügel nehmen.

Als Faustregel lässt sich sagen: Rindfleisch (15 kg CO2 pro kg Fleisch) und Grillkäse (10 kg CO2 pro kg Käse) sparsam verwenden. Wer Fleisch möchte kann sich bei Geflügel und Schwein bedienen – das liegt CO2-mäßig ähnlich (ca. 7 kg CO2 pro kg Fleisch). Würstchen enthalten keine 100% Fleisch und sind daher noch „sparsamer“. Eine Rindswurst ist CO2-mäßig mit Schweinefleisch vergleichbar und kann daher ein guter Kompromiss für Rindfleischfans sein.

Gemüse oder Bananen grillen ist natürlich am Besten (nur ein paar Hundert Gramm CO2 pro kg Gemüse).

Quelle: TÜV Rheinland.

Tofu und Co.? Statt Fleisch?

Lässt sich gut grillen, ist schneller gar als Fleisch und daher eine tolle Sache wenn’s eilig ist. Vegetarische Würstchen und ähnliche Produkte vorher mit Öl einreiben und eher am Rand grillen – wird sonst zu schnell schwarz. Reinen Tofu vorher in Scheiben schneiden und marinieren – schmeckt sonst nach nichts. Die CO2-Bilanz liegt, sehr stark vom Produkt abhängig, etwas über der von Gemüse und damit deutlich besser als Fleisch.

Wer Fleischkonsistenz und -geschmack vermisst: Seitan kommt viel näher an Fleisch heran als Tofu. Das überzeugendendste Fleischersatzprodukt ist wahrscheinlich Quorn, wenn man nicht weiß wie es gemacht wird. In Nordfriesland meines Wissens kaum erhältlich, mal bei Famila (Heide, Kiel, Neumünster, vielleicht auch in Leck) oder Edeka oder online gucken.

Feta in Alufolie?

Die Herstellung von Alufolie ist sehr umweltschädlich. Stattdessen Halloumi nehmen (schmilzt nicht, geht also ohne Folie). Oder den Feta in einer kleinen Auflaufform grillen, die man danach in die Spülmaschine stellt. Oder in einem hohlen Gemüse grillen (Paprikahälfte, ausgehöhlte Kartoffel, …).

Salate

Sind ja hauptsächlich aus Gemüse oder Nudeln und fallen daher bei der CO2-Bilanz überhaupt nicht ins Gewicht. Wer trotzdem „sparen“ möchte kann vegane Mayonnaise nehmen und senkt damit die CO2-Emissionen der Geflügelhaltung für die Eier in normaler Mayonnaise. Aber die anderen Aspekte des Grillens sind viel wichtiger.

Grillschalen?

Sind aus Aluminium und damit ziemlich umweltschädlich in der Herstellung. Wenn schon Alu, dann mehrfach verwenden.

Alternativ: Mehrfach-Grillschalen aus Edelstahl anschaffen und in der Spülmaschine saubermachen.

Man kann auch Kohlblätter probieren.

Wer auf das Raucharoma verzichten kann: Kleine Auflaufformen nehmen. Oder einfach eine gewöhnliche Bratpfanne ohne Plastikgriff.

Geschirr

Nimmt man aus der Küche mit und spült hinterher zu Hause in der Spülmaschine.

Für die Reste auch an ein paar Tupperdosen denken.

Der Grill

Ist ja klar – Einweggrills aus Aluminium sind keine klimafreundliche Alternative. Und sie sind auch ziemlich stillos.

Wer sich keinen eigenen „richtigen“ Grill anschaffen will: Es reicht doch aus, wenn die mitgrillenden Freunde einen haben, oder man sich den Grill der Nachbarn ausleihen kann.

Trinken

Wein ist hinsichtlich der CO2-Bilanz ungefähr wie Käse und damit recht klimaschädlich.

Bier fällt gegenüber den anderen Emissionen des Grillens kaum auf. Von Milch mal abgesehen gilt das auch für alle anderen Getränke.

Wer einen Wasserhahn in Grillnähe hat sollte auf Flaschenwasser verzichten. Flaschenwasser statt Leitungswasser ergibt etwa tausendfach höhere CO2-Emissionen.

Die Anreise

Wer mit dem Auto zum Grillen fährt kann alles bisher gelesene vergessen.

Ein Grillabend auf dem Holzkohlegrill erzeugt ungefähr 1 kg CO2 plus die Emissionen für die Lebensmittel (Quelle: TÜV Rheinland). Mit einem Kilo CO2 können Sie gerade mal 7 Kilometer Autofahren – in Nordfriesland werden die Strecken aber eher größer sein, wenn man nicht sowieso zu Fuß kommt.

Die beste Möglichkeit ist also: Zu Hause grillen. Oder mit dem Fahrrad fahren. Wer das Auto stehenlässt kann grillen und essen und trinken was Sie oder Er will – und darf auch Alkohol trinken…

Fazit

Klimafreundlich grillen ist wirklich einfach. In der Nähe bleiben, und wenig Rind, Käse und Wein nehmen, dann hat man die größten Emissionsquellen berücksichtigt. Vielleicht etwas mehr Gemüse als üblich grillen, und mal eine Seitanwurst probieren. Alles Andere ist eher unter „ferner liefen“ und vor Allem für CO2-Sparfüchse interessant.

Guten Appetit!

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Fahrrad zu langsam? Motorroller zu laut und nervig? Fahr‘ S-Pedelec!

S-Pedelecs sind eine Kreuzung aus Kleinkraftrad und normalem E-Bike und sehen aus wie ein Fahrrad.

Der Elektromotor ist (viel!) kräftiger als im normalen E-Bike und hilft bis 45 km/h beim Treten mit. Damit eignet es sich für alle Anwendungsfälle, die man sonst mit einem Mofa, Moped, Motorroller usw. erledigt hätte. Es ist nur nicht so laut und braucht weder Sprit noch Motoröl.

Kennzeichen

Weil es mehr als 25 km/h mit Motor fahren kann ist es rechtlich kein „Fahrrad“ mehr (es gibt eine besondere Regelung für die normalen Pedelecs, die es rechtlich zum normalen Fahrrad machen). Daher braucht man eine Haftpflichtversicherung und ein Versicherungskennzeichen, wie beim Motorroller.

Nur S-Pedelecs mit einer allgemeinen Betriebserlaubnis dürfen auf öffentliche Straßen. Fertig kaufbare S-Pedelecs haben die – aber damit wird der beim normalen E-Bike durchaus mögliche und erlaubte Eigenumbau aus einem normalen Fahrrad heraus de facto untersagt – eine Betriebserlaubnis für einen eigenen Umbau zu bekommen ist zwar möglich, aber dann kann man stattdessen auch einfach ein Fertiges kaufen.

Führerschein

Weil es rechtlich kein Fahrrad ist braucht man einen Führerschein. Die rechtliche Lage ist noch etwas unklar – ob eine Mofa-Prüfbescheinigung statt eines Führerscheins ausreicht steht nicht zweifelsfrei fest.

Wer den Führerschein (jetzt Klasse AM, früher „M“) hat ist auf jeden Fall berechtigt. Die Klassen B, T und A1, A2 enthalten AM ebenfalls.

Radweg

Weil es rechtlich kein Fahrrad ist darf (und muß) es nicht auf den innerörtlichen Radweg sondern gehört überall ganz normal auf die Fahrbahn. Fußwege sind ja auch für normale Fahrräder schon verboten.

Mit 45 km/h kann man innerorts theoretisch ja auch halbwegs auf der Fahrbahn mithalten.

Im Unterschied zum Fahrrad muß man sich auch an Geschindigkeitsbegrenzungen halten. Das ist in der Praxis nur in 30er-Zonen relevant.

Außerörtliche Radwege dürfen benutzt werden.

Helm

Zur Sicherheit sollte ein Helm getragen werden, wie beim Motorroller. Ob es auch eine Helmpflicht gibt – auch da ist rechtlich noch nicht das letzte Wort gesprochen, die Tendenz zeigt aber zu „Helm ist Pflicht“, wie beim Motorroller.

Fahrspaß

Unglaublich! („Grinsemuskelkater“)

Energieverbrauch

Etwa eine Kilowattstunde Strom auf 100 km. Das kostet keine 30 Cent und entspricht dem Energieinhalt eines Tässchens Benzin.

Zu schlechtes Wetter?

Das muß nicht unbedingt ein Grund sein Auto zu fahren.

Einen gewissen Wetterschutz bieten verkleidete Liegeräder, die es auch als S-Pedelec gibt. Das heißt dann „Velomobil“. Sieht schon etwas speziell aus, fährt aber dank der aerodynamischen Verkleidung noch ein wenig schneller als ein Standard-S-Pedelec.

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Tauschhütten in Nordfriesland

Was ist es?

Eine Tauschhütte ist eine kleine Hütte am Straßenrand, in die jeder Dinge, die nicht mehr gebraucht werden, aber noch brauchbar sind (also KEIN MÜLL!), hineinlegen kann. Gleichzeitig kann jeder Dinge dort herausnehmen.

Das kann auch unabhängig voneinander passieren. Man darf nehmen, ohne zu geben, und umgekehrt. Nehmen ohne geben ist sogar erwünscht, da viele Tauschhütten eher zu viel Inhalt haben.

Was macht man damit?

Wer beim Ausmisten „Müll oder Sperrmüll – aber irgendwie ist es doch zu Schade dafür“ denkt – diese Sachen gehören in eine Tauschhütte. Bücher, DVDs, Kleidung, Elektrogeräte, Küchenzubehör, … Nur nichts Verderbliches.

Wer bei einer Tauschhütte vorbeikommt kann immer mal wieder reinschauen und sich Nützliches herausnehmen. Einfach immer mal wieder vorbeischauen wenn man in der Nähe ist.

Wo sind Tauschhütten in Nordfriesland?

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zwischen Joldelund und Drelsdorf, an der Straße Süderöver: 54.629611, 9.106078
Christian-Jensen-Kolleg: 54.606887, 8.984435
Station \'Geben und Nehmen\': 54.791543, 8.919976
Koldenbüttel: 54.385968, 9.073001
Gemeinde Uelvesbüll: 54.415946, 8.921199
Gemeinde Drage: 54.353668, 9.154390
Tankstelle an der B5 in Struckum: 54.589459, 8.993887
Bargum, Bensmoor / An\'t Ehrenmal: 54.702147, 8.951840
Geben-und-Nehmen-Ecke im Abfallwirtschaftszentrum Ahrenshöft: 54.559795, 9.089470
Geben-und-Nehmen-Ecke im Abfallwirtschaftszentrum Sylt: 54.880804, 8.301995
Geben-und-Nehmen-Ecke im Abfallwirtschaftszentrum Eiderstedt: 54.331115, 8.803439
Geben-und-Nehmen-Ecke im Abfallwirtschaftszentrum Südtondern: 54.769739, 8.858864
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zwischen Joldelund und Drelsdorf, an der Straße Süderöver
Erste Tauschhütte Nordfrieslands!
Süderöver, Joldelund
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Christian-Jensen-Kolleg
Gegenüber der Breklumer Bücherstube
Kirchenstraße 4, Breklum
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Station 'Geben und Nehmen'
Dieser Standort gehört zur Bürgerstiftung Klixbüll. Nutzung nur nach telefonischer Absprache. Aktueller Inhalt der Station und Telefonnummer hier: Klixbüll
Hauptstraße 104, Klixbüll
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Koldenbüttel
vor der ehemaligen Förderschule, nur für Bücher
Mühlenstraße 27, Koldenbüttel
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Gemeinde Uelvesbüll
Am Gemeindezentrum
Kirchspielplatz, Uelvesbüll
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Gemeinde Drage
Westerstraße 27, Drage
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Tankstelle an der B5 in Struckum
Auf der Shell-Tankstelle
Hauptstraße 51, Struckum
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Bargum, Bensmoor / An't Ehrenmal
Tauschhütte der Gemeinde Bargum
Bargum, Bensmoor / An't Ehrenmal
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Geben-und-Nehmen-Ecke im Abfallwirtschaftszentrum Ahrenshöft
Mo.- Fr.: 8.00 - 17.00 Uhr, Sa. von 8.00 - 12.30 Uhr
Borger Weg, Ahrenshöft
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Geben-und-Nehmen-Ecke im Abfallwirtschaftszentrum Sylt
Mo. - Do. von 8.00 - 15.30 Uhr, Fr. von 8.00 - 13.30 Uhr, 1. Sa. im Monat 9.00 - 12.00 Uhr
Am Rantumbecken, Westerland
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Geben-und-Nehmen-Ecke im Abfallwirtschaftszentrum Eiderstedt
Mo. - Fr. 8.00 - 12.00 Uhr und 13.30 - 16.30 Uhr, 1. Sa. im Monat 8.00 - 12.30 Uhr
Ovesweg 1, Kirchspiel Garding
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Geben-und-Nehmen-Ecke im Abfallwirtschaftszentrum Südtondern
Mo. - Fr. 8.00 - 17.00 Uhr, 1. Sa. im Monat 8.00 - 12.30 Uhr
Peter-Schmidts-Weg, Risum-Lindholm

Ähnlich wie die Tauschhütten funktionieren die „Geben-und-Nehmen“-Ecken auf den Abfallhöfen in Ahrenshöft, Sylt, bei Niebüll und Garding.

Meine Gegenstände sind kaputt

Wenn es Geräte sind – dann lässt sich Vieles reparieren, selbst dann wenn der Hersteller sagt „geht nicht“. Passend zu selbstorganisierten Tauschhütten kann man es bei einer selbstorganisierten Repaircafe-Initiative versuchen.

In Nordfriesland gibt es leider keine feste Repaircafe-Gruppe. Ein regelmäßiges Repaircafe findet in Schleswig statt, Termine auf der Internetseite: KIBIS plus

Ab und zu findet ein Tauschmarkt mit Repaircafe im Christian-Jensen-Kolleg in Breklum statt.

Ich will keine Gegenstände tauschen sondern Dienstleistungen

Dafür gibt es Tauschringe:

Niebüll

Husum

Sylt

Veranstaltungshinweis

Schatztruhe oder Mülltonne – was leisten die Tauschhütten?

10.10.2016, 19.00 Uhr, im Christian-Jensen-Kolleg, Breklum („neben“ der Tauschhütte)

(Anmeldung bis 7.10. unter 04671-91120, kostenlos)

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Coffee to go – Klimafreundlich und länger heiß

Länger heiß? Wie das geht?

Ganz einfach: Mit dem mitgebrachten Mehrwegbecher.

Viele Cafes / Bäckereien befüllen mitgebrachte Becher, wenn man danach fragt. „Machen wir aus Hygienebedenken nicht“ ist zumindest keine Rechtsverordnung – aber da hat man als Konsument in einer Marktwirtschaft eine einfache Möglichkeit: Einfach mal den Kaffee / Tee / Kakao eine Tür weiter einkaufen.

Mehrweg statt Pappbecher mit Plastikdeckel vermeidet massenhaft Müll, und weil die meisten Mehrwegbecher wie eine kleine Thermoskanne gebaut sind bleibt das Getränk tatsächlich viel länger heiß als im Pappbecherchen. Abends kommt er in die Spülmaschine, und wer nicht jeden Abend die Maschine anmacht nimmt einfach zwei Becher abwechselnd.

Welchen Becher nehmen?

Der Verkehrsclub Deutschland hat verschiedene Modelle getestet, da lässt sich auswählen:

Mehrwegbechertest aus der „fairkehr“

 

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