Kurzgefasst: Wissenswertes zum Energieausweis

Der Energieausweis ist ein Dokument, das ein Gebäude energetisch bewertet. Er gibt Ihnen Anhaltspunkte für eine grobe Schätzung der künftig zu erwartenden Energieverbräuche und stellt somit auch eine Vergleichbarkeit einzelner Objekte untereinander her. Er kann eine ungefähre Einschätzung geben, mit welchen Heizkosten Sie rechnen müssen, wenn Sie verschiedene Energieausweise miteinander vergleichen.

So sieht er aus: Muster für Energieausweise

Oder schauen Sie in öffentlichen Gebäuden (Rathaus, Schulen, …): Diese Gebäude müssen Ihren Energieausweis sichtbar aushängen.
Energieausweise sind bei Neubauten und bei Verkauf, Verpachtung, Vermietung oder Leasing von Gebäuden zu erstellen und einem Interessenten bereits vor Vertragsschluss unaufgefordert vorzulegen. Sollten Sie den Ausweis nicht, nicht rechtzeitig oder unvollständig vorlegen, droht ein Bußgeld.
Es gibt zwei Arten von Energieausweisen, die sich im Berechnungsverfahren und der Aussagekraft der Ergebnisse unterscheiden. Eine Wahlfreiheit besteht für Wohngebäude mit mehr als vier Wohneinheiten und Nichtwohngebäuden. Bei Wohngebäuden mit vier und weniger Wohneinheiten ist im Wesentlichen das Datum der Bauantragstellung bzw. die Einhaltung der damaligen Wärmeschutzverordnung von 1977 wichtig – Gebäude, die das Dämmniveau der Wärmeschutzverordnung 1977 erfüllen, haben ebenfalls Wahlfreiheit.

  • Energieausweis auf Bedarfsbasis

Dieser Energieausweis wird auf Grundlage des berechneten Energiebedarfes des Gebäudes ausgestellt. Dazu kommt ein Energieausweisersteller zu Ihnen nach Hause und untersucht alle Bauteile, wie Wände, Fenster usw.

Dabei ergibt sich für Sie die Chance, zu erfahren, an welcher Stelle kostengünstige Modernisierungsmaßnahmen möglich sind, und eigene Fragen zu stellen. Im Rahmen der Ausstellung eines solchen Energieausweises erhalten Sie sozusagen eine kleine Energieberatung gleich dazu.

  • Energieausweis auf Verbrauchsbasis

Der verbrauchsorientierte Energieausweis spiegelt den witterungsbereinigten Verbrauch des Gebäudes über den Zeitraum der 3 zurückliegenden Jahre (mindestens) wieder. Das Ergebnis ist stark vom Nutzerverhalten (Heiz- und Lüftungsverhalten, Personenzahl, Anwesenheiten) im betrachteten Zeitraum geprägt. Dieser Energieausweis kann zumindest vom Grundsatz her auch ohne Termin bei Ihnen vor Ort ausgestellt werden.

Dieser Energieausweis ist weniger aussagekräftig hinsichtlich Möglichkeiten zur Modernisierung, erfüllt aber zumindest die Pflicht zur Vorlage bei Interessenten.

Für Gebäude mit einer Nicht-Wohnnutzung gibt es besondere Energieausweise, die auch den Strombedarf bzw. Stromverbrauch beinhalten. Kombinierte Gebäude mit Wohnungen und anderer Nutzung benötigen eventuell 2 Energieausweise. Über die genaue Verfahrensweise im Einzelfall gibt der Aussteller Auskunft.

Teil des Energieausweises sind in der Regel Modernisierungsempfehlungen zur kosteneffizienten energetischen Verbesserung des Gebäudes. Sie dienen lediglich der Information über energetische Verbesserungsmöglichkeiten. Eine Verpflichtung der Eigentümer zur Umsetzung der genannten Maßnahmen besteht nicht.

Wer macht das? An wen wende ich mich?

An einen zugelassenen Energieausweisersteller.
Die Anforderungen an die Qualifikation der Aussteller sind gesetzlich geregelt. Energieausweise dürfen verschiedene Personengruppen je nach Ausbildung und/oder Weiterbildung ausstellen. Da es kein amtliches Zertifikat der Zulassung gibt, muss sich der Auftraggeber auf die Aussage des Ausstellers verlassen (Tipp: schriftlich bestätigen lassen).
Die Kreisverwaltung darf Ihnen aus Gründen der Gleichberechtigung aller Unternehmen niemanden empfehlen.
Im Internet bieten mehrere Seitenbetreiber zumeist postleitzahlengestützte Expertensuchen an.

Was kostet das?

Für einen Energieausweis auf Verbrauchsbasis sollten Sie etwa 20 bis 80 € einkalkulieren, für einen Energieausweis auf Bedarfsbasis etwa 200 bis 500 €.

Ausnahmen

Keinen Energieausweis brauchen:

  • Denkmalgeschützte Gebäude
  • Gewächshäuser, Tierställe
  • Vollständig unterirdische Gebäude
  • Gebäude, die maximal 4 Monate im Jahr benutzt werden (ob das für Ihr Ferienhaus zutrifft müssen Sie anhand der Buchungszahl nachsehen)
  • Gebäude, die wegen der Benutzung oft und lange offenstehen müssen (typisches Beispiel: Bahnhofshallen)
  • Gebäude ohne Heizung und Kühlung oder mit Heizung nur bis maximal 11 °C Lufttemperatur
  • Zelte und Traglufthallen
  • Gebäude, die maximal 2 Jahre stehenbleiben
  • Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel usw. („Gebäude, die dem Gottesdienst oder anderen religiösen Zwecken gewidmet sind“).

Gültigkeit

Der Energieausweis ist 10 Jahre gültig, eine Verlängerung ist nicht möglich.

Rechtsgrundlage

§ 16 ff. Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung – EnEV), Abschnitt 5 Energieausweise und Empfehlungen für die Verbesserung der Energieeffizienz.

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Veranstaltungshinweis: Grünstrom-Event am 20. und 21.5. in Enge-Sande

Strom oder Wasserstoff statt Benzin oder Diesel?

Alternative Antriebe für Autos, Lieferwagen, Fahrräder und Roller sind in aller Munde, auch weil die Bundesregierung eine Kaufprämie und die Landesregierung eine Ladestationsprämie angekündigt hat.

Ob so ein Fahrzeug für den Alltag taugt – das muß man:

Ausprobieren!

Am 20. und 21. Mai besteht Gelegenheit, Fahrzeuge aller Art vom Roller bis zum Lieferwagen mit alternativen Antrieben mal auszuprobieren – erstmals in Nordfriesland auch Wasserstoff-Autos. Sogar ein Wasserstoff-Fahrrad ist angekündigt.

An beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr beim Grünstrom-Event. Es gibt zur Ausstellung ein interessantes Begleitprogramm.

Der Kreis Nordfriesland ist im Ausstellerzelt auch mit dabei und beantwortet alle Ihre Fragen rund um Ladeinfrastruktur und Wasserstofftankstellen.


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Stadtradeln im gesamten Kreis Nordfriesland

stadtradeln_logo

Der Kreis Nordfriesland lädt Sie ein, im Rahmen der Kampagne „Stadtradeln“ für den Klimaschutz in die Pedale zu treten.

Ziel der Kampagne ist es, das privat sowie beruflich möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegt werden, sodass ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet und ein Zeichen für vermehrte Radförderung in der Kommune gesetzt wird – und Sie letztlich Spaß beim Fahrradfahren haben!

Der Aktionszeitraum für das Stadtradeln im Kreis Nordfriesland ist vom 13.06.2016 bis zum 03.07.2016
Während des Aktionszeitraumes sollen möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Ob beruflich oder privat, jeder Kilometer zählt und wird im Online-Radkalender eingetragen.

Unter http://www.stadtradeln.de/kreis_nordfriesland2016.html kann sich jeder TeilnehmerIn aus Nordfriesland registrieren und einem bereits vorhandenen Team von RadlerInnen anschließen oder ein neues Team gründen. „Teamlos“ radeln geht nicht, denn Klimaschutz und Radförderung sind Teamarbeit – aber schon zwei Personen
sind ein Team! Alternativ kann natürlich auch dem offenen Team „Kreis Nordfriesland“ beigetreten werden.

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter www.stadtradeln.de

Der Kreis hat dieses Jahr das gesamte Kreisgebiet angemeldet, um allen Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen die Möglichkeit zu geben, ein Team aufzustellen und Radkilometer zu sammeln, ohne dass dabei Kosten für Sie entstehen.
Beteiligen Sie sich am Stadtradeln! Motivieren Sie weitere Personen, ebenfalls aufs Rad zu steigen und als Ihre Teammitglieder ein deutliches Signal für mehr Radverkehr zu setzen. Machen Sie Anderen das Null-Emissions-Fahrzeug Fahrrad schmackhaft.

Bei Fragen melden Sie sich gerne bei Marei Locher, per E-Mail marei.locher@nordfriesland.de oder per Telefon unter 04841/67-481

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Treibhausgasrelevanz von Heißgetränken

Etwas Statistik

2,5 Milliarden Tassen Kaffee werden jeden Tag auf der Welt getrunken, 200 Millionen davon in Deutschland (8% des Weltkonsums). 15,3 Milliarden Kaffeebäume wachsen weltweit – jeder Kaffeebaum erzeugt Kaffee für 36 Tassen pro Jahr. 85% der Deutschen trinken regelmäßig Kaffee.

Fairtrade-/UTZ-zertifizierter Kaffee macht gerade mal weniger als 10% der gesamten Anbaufläche aus. Nur 1,6% des in Deutschland getrunkenen Kaffees entstammen fairem Handel – in Österreich sind es 25%.

Und die Umwelt?

Etwa 7% des deutschen Kaffeekonsums kommt aus Einzelverpackungen (Pads, Kapseln) und erzeugt damit unnötig viel Verpackungsmüll und Energieaufwand für die Produktion der Verpackung. Nebenbei ist dieser Kaffee pro Gramm wirklich teuer: Das Dreifache für Pads und das Sechsfache für Kapseln. Aber von der Verpackung abgesehen gibt es noch mehr Umweltaspekte:

Warmes Wasser

Kaffee und Tee sind warm, und Wasser ist der am mühsamsten zu erwärmende Stoff des Alltags (Wasser hat eine besonders hohe Wärmekapazität).

Das Wasser für Kaffee wird in der Regel mit Strom erwärmt, dabei ergeben sich CO2-Emissionen von um und bei 20 Gramm. Am umweltfreundlichsten sind Nutzer von Ökostrom. Wer keinen Ökostrom nutzt sollte die Zubereitung schon mit Warmwasser aus der Leitung anfangen (wenn das nicht mit Strom erwärmt wird), Kaffee aus der French Press, dem Handfilter oder Tee trinken: Das Wasser ist im Wasserkocher schneller und energieverlustfreier erwärmt als der Betrieb einer Kaffeemaschine (etwa 10 Gramm CO2 statt 20 in der Kaffeemaschine). Dabei aber auch nur genausoviel Wasser in den Kocher geben, wie in die Tasse passen! Wer den Kocher einfach nur unter den Wasserhahn hält und alles aufkocht verschleudert ein Vielfaches an Energie.

Die elektrische Warmhalteplatte in der Kaffeemaschine sollte durch eine Thermoskanne ersetzt werden.

Es gibt einige Pad- und Kapselmaschinen mit auffällig hohem Stromverbrauch im Stillstand. Diese Verschwendung lässt sich mit Stecker-rausziehen oder einem Zwischenschalter an der Steckdose leicht stoppen.

Kaffeevollautomaten liegen mit 60 Gramm CO2 pro Tasse ebenfalls weit höher – Handarbeit lohnt sich also.

Den Kaffee mit dem Auto im Supermarkt kaufen trägt übrigens anteilig noch 2 Gramm CO2 zur Gesamtbilanz bei (und fällt damit nicht ernsthaft ins Gewicht).

Kaffee-Anbau

Die Kaffeebohnen anzubauen ist – wie alle landwirtschaftlichen Produkte – nicht CO2-frei. Pro Tasse kommen etwa 30 Gramm CO2 dabei heraus, Hauptquelle ist dabei die Herstellung von Kunstdünger.

Kaffee mit Biosiegel verwendet weniger Kunstdünger und ist damit klimafreundlicher. Wieviel klimafreundlicher genau – das lässt sich nicht so genau sagen, beim Tee ist es etwa 15 statt 30 Gramm CO2. Leckerer ist er jedenfalls auch.

Daher fällt es schwer, genauere Handlungsempfehlungen zu geben.

Tee-Anbau

Tee ist nicht so beliebt und daher nicht so gut untersucht. Die konventionelle Produktion von Teeblättern erzeugt insgesamt pro Tasse Tee ähnlich wie CO2 wie Kaffee, ca. 30 Gramm. Bio-Tee liegt bei etwa 15 Gramm CO2-Emissionen pro Tasse und damit etwa die Hälfte.

Auch hier gilt: Einzelverpackungen (also Teebeutel) erhöhen die CO2-Emissionen massiv!

Flugtee ist natürlich aus Klimaschutzsicht auch zu vermeiden – damit verdreifachen sich die Emissionen.

Fazit

Der Unterschied zwischen Kaffee und Tee ist aus Klimaschutzsicht nicht allzu groß.

Wer sich sparsam verhalten will nimmt Pulverkaffee aus der French Press oder der gewöhnlichen Kaffeemaschine, oder losen Tee, und füllt das Getränk in eine Thermoskanne. Ökostrom nutzen ist sowieso eine gute Idee.

Oder man fährt weniger Auto: Selbst eine Tasse Kaffee aus der Kapselmaschine (ca. 180 Gramm CO2) ist umweltfreundlicher als 1,5 Kilometer Autofahren. Nur einmal das Auto stehenlassen ist also viel wichtiger als über den eigenen Heißgetränkekonsum nachzudenken. Gesünder ist es auch.

Damit: Zum Wohl, auf das Koffein!

Quellen: Tchibo-Kaffeereport 2013, Österreichischer Kaffee- und Teeverband, PCF-Pilotprojekt Deutschland, Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse

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Klimawandel: Chardonnay aus Dover, Nordlund aus Seeland

Frankreich: Kurzfristig prima, langfristig problematisch

Man ahnt es ja nicht was für Auswirkungen der Klimawandel mit sich bringt.

Schon heute ist es in Frankreich ungefähr 1,5 °C wärmer – durchschnittlich. Die Weinlese ist mittlerweile, im Vergleich zu 1980, 2 Wochen früher.

Das ergab einige hervorragende Weinjahre, aber wenn die Erwärmung so weitergeht werden es eher schlechte Jahre werden, denn zu große Hitze bedeutet Trockenheit. Die französischen Weine die aus besonders zugewiesenen Regionen kommen werden sich ändern, entweder der Wein oder die Region (Champagner, Sauternes, Margaux, …).

Es gibt aber neue Alternativen aus unerwarteten Gegenden:

England: Der neue Chardonnay?

Weinanbau in England wird schon seit der Römerzeit betrieben, aber erst Kalkböden in Sussex und Kent ermöglichen zusammen mit der Klimaerwärmung qualitativ hochwertigen Wein- und Sektanbau in Südengland.

Mit dem Wrotham Pinot gibt es sogar eine englische Rebsorte.

Laithwaite’s Chardonnay-Sekt hat es 2007 in die Weltrangliste der 10 besten Sekts geschafft.

Fazit: Wein und Sekt – das erste wirklich leckere kulinarische Produkt aus England.

Dänemark: Ein Neuling mit Zukunftschancen

Des Einen Leid ist des Anderen Freud: Mittlerweile lässt sich selbst in Dänemark gut trinkbarer Wein herstellen. Erst seit 1999 ist das dort überhaupt legal und seither wird emsig experimentiert.

Zum Beispiel der Nordlund aus der Nähe von Kopenhagen, „schmeckt nach Weinbeeren und Eukalyptus“ oder der Weißwein aus Aalsgaard, frisch und kühl.

In Dänemark bietet sich Touristen die Chance, die nördlichste Weinstraße der Welt zu befahren: Dansk Vinvej

Fazit: Vielseitig und überraschend – Wein aus dem kühlen Norden.

Schleswig-Holstein: Wein aus dem echten Norden

Auch in Schleswig-Holstein (mindestens soviele Sonnenstunden wie im Rheingau!) gibt es einige Weingüter. Meist in Ostseenähe, aber auch zwei in Nordfriesland:

  • Reserve Waalem, aus Süderende (Föhr) – Weißwein und Sekt, der Weißwein wird auf Föhr gekeltert und der Sekt ist der einzige Sekt Schleswig-Holsteins
  • Söl’ring, aus Keitum (Sylt) – Weißwein, bisher noch geringe Menge, daher eher teuer. Hier kann man sogar einen Rebstock pachten und wird dann jährlich mit der aktuellen Ernte versorgt.

Wer „einfach nur im Supermarkt“ kaufen möchte kann den „So mookt wi dat“ aus Grebin probieren – erhältlich zum Beispiel bei CITTI Flensburg.

Fazit: Regionale Lebensmittel, der Klimawandel machts möglich – es muß nicht immer Kohl und Karotten sein.

 

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Neue Bäume braucht das Land – klimawandelresistente Arten im Test

Zerreiche in Devon, Großbritannien, Bild: Flynnbar

Zerreiche in Devon, Großbritannien, Bild: Flynnbar

Der Klimawandel hat begonnen und wird weitergehen. Das ist heute schon für langfristige Planungen wichtig, zum Beispiel dafür wie groß die Regenwasserkanalisation in Baugebieten sein sollte (stärkere Starkregenfälle durch Klimawandel), aber auch für die Auswahl von Bäumen (mehr Wärme durch Klimawandel). Darauf sollten wir uns anpassen wenn weiterhin Bäume unsere Städte verschönern sollen.

(Die voraussichtlichen Auswirkungen des Klimawandels für Nordfriesland kann man sich im Norddeutschen Klimaatlas selber anschauen.)

Unsere heute gewohnten Bäume werden sich zukünftig schwertun. Vielleicht sind andere Arten (aus wärmeren Gegenden) besser an Nordfrieslands zukünftiges Klima angepasst?

Genau das wird in einem Langzeitversuch in Bayern und Schleswig-Holstein getestet, unter Anderem in Husum. Je fünf dieser Bäume stehen neuerdings im Stadtgebiet (Kronenburg, Buschkamp) und werden die nächsten Jahre genau auf ihre Eignung beobachtet:

Dreispitz-Ahorn, aus Japan, China, Taiwan

Dreispitzahornbäume in Osaka, Bild: NISHIGUCHI,Masahiro

Dreispitzahornbäume in Osaka, Bild: NISHIGUCHI, Masahiro

Europäischer Zürgelbaum, aus Südeuropa, Afrika – liefert auch essbare Früchte

Europäischer Zürgelbaum, Bild: Vulcano

Europäischer Zürgelbaum, Bild: Vulcano

Purpur-Erle, Kreuzung von zwei Erlenarten, besonders für nährstoffarme Böden geeignet

Säulen-Fächerblattbaum (Ginkgo biloba)(ein älterer Gingko steht in der Ludwig-Nissen-Straße), eine besonders tolerante und robuste Pflanze

Gingko-Allee in Trelleborg

Gingko-Allee in Trelleborg

Europäische Hopfenbuche, aus dem Mittelmeerraum

Europäische Hopfenbuche auf Sardinien

Europäische Hopfenbuche auf Sardinien

Morgenländische Platane, aus dem Mittelmeerraum

Morgenländische Platane (Arbre de la Liberte, Bayeux, Normandie)

Morgenländische Platane (Arbre de la Liberte, Bayeux, Normandie)

Zerreiche, aus Südosteuropa (Bild oben)

Silber-Linde, aus Südosteuropa, besonders resistent gegen Luftverschmutzungen

Silberlinde, Bild: JoJan

Silberlinde, Bild: JoJan

Resista-Ulme „Rebona“, eine Kreuzung aus sibirischer und japanischer Ulme

Resista-Ulmen in Berlin

Resista-Ulmen in Berlin

Japanische Zelkove, aus Japan und Umgebung

Zelkove, in Japan

Zelkove, in Japan

 

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Mit dem Elektroauto nach Dänemark (in den Urlaub und auch sonst)

Die dänische Elektroauto-Allianz hat eine anbieterübergreifende Übersicht mit allen Ladestationen in Dänemark veröffentlicht.

http://www.ladekort.danskelbilalliance.dk/

Für die Reise ins Nachbarland, nach Schweden oder zur Fähre nach Norwegen stehen damit genug Ladepunkte zur Verfügung. Die verfügbaren Steckertypen sind als farbige Punkte dargestellt, die Legende dafür ist rechts oben. Wer bei „Ladehastighed“ den Menüpunkt aufklappt und nur „Hurtig Hastighed“ angekreuzt lässt bekommt nur Schnelllader zu sehen.

Wichtig zu wissen ist dann noch, ob und wie bezahlt werden muß. Nach Anklicken eines Ladepunkts schaut man bei „Adgang“. Die meisten Ladepunkte sind von E.On oder CLEVER.

Bezahlung bei E.On funktioniert für Ausländern per Telefon: Die auf der Station angeschriebene Rufnummer anrufen und die Nummer der eigenen Kreditkarte durchgeben (auf englisch oder dänisch). Man braucht also eine Kreditkarte dafür. Eine solche Ladung kostet pauschal 10 €.

Die Bezahlung bei CLEVER erfolgt nach verbrauchter Strommenge, momentan noch mit einer mindestens eine Woche vor der Reise zu beziehenden Zugangskarte. Das soll demnächst auch anders (ohne Vorausbezahlung) möglich werden. Ein extra Internetshop für Autostrom auf Deutsch ist hier: http://de.clever.dk/produkte/

„Fri adgang“ bedeutet „kostenloser Zugang“.

So eine Ladestationskarte klingt einfach und man fragt sich „warum erst jetzt“ – gibts in Deutschland aber bis heute nicht in der Form, da die kommerziellen Betreiber nicht vollständig zusammenarbeiten und es auch noch keine staatliche zentrale Datenbank gibt. Verbesserung deutet sich aber mit der Datenerfassung der Bundesnetzagentur zur Ladesäulenverordnung an.

Eine Entsprechung für Deutschland wird von einer Gemeinschaft engagierter Elektroautofahrer gepflegt:

Lemnet.org

goingelectric.de/stromtankstellen

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Hydraulischer Abgleich: Los geht’s!

Hidden Champion im Heizungskeller: der hydraulische Abgleich

Hydraulischer AbgleichDie technischen Details ihres Heizsystems sind für die meisten Menschen, zumal im Vorfrühling, eher von mäßigem Interesse. Dabei ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Anlage gründlich auf Vordermann bringen zu lassen und dann in der nächsten Heizperiode von einem niedrigeren Energieverbrauch zu profitieren. Eine effiziente Maßnahme der Heizungsoptimierung stellt Dipl.-Ing. Peter Sönnichsen, Energieexperte der Verbraucherzentrale, vor: Den hydraulischen Abgleich.

„Bei 86% aller schleswig-holsteinischen Heizungsanlagen gelangt in einige Heizkörper zu wenig, in andere aber zu viel Heizwasser“, erklärt Peter Sönnichsen das Problem. Die Folge: Die unterversorgten Heizkörper und Zimmer bleiben zu kalt. Die anderen Heizkörper können dagegen nicht genug Heizwärme abgeben, so dass das rückfließende Heizwasser zu warm ist. Das führt zu häufigem An- und Abschalten des Heizkessels, reduziertem Brennwerteffekt in Brennwertkesseln, höheren Verlusten in Rohrleitungen und vergeudet Energie. Im Extremfall hört man sogar Zisch- und andere Strömungsgeräusche aus den Heizkörpern.

„Hier schafft ein hydraulischer Abgleich Abhilfe“, verspricht der Experte. Dabei wird die Anlage durch richtige Einstellung der Heizkörperventile so reguliert, dass die richtigen Mengen Heizwasser in jeden Heizkörper gelangen. Je nach Ausgangssituation können dafür neue Heizkörperventile notwendig sein. Nach dem hydraulischen Abgleich reicht häufig eine kleinere Heizungspumpe, und ein Austausch ist daher sinnvoll.

Nutzer von Fernwärme profitieren besonders, da eine hydraulisch abgeglichene Anlage eine geringere Spitzenleistung benötigt und sich daher ein geringerer Leistungspreis mit dem Fernwärmelieferanten vereinbaren lässt. Das entlastet das Portemonnaie spürbar.

Das Heizsystem läuft nach dem hydraulischen Abgleich effizienter und braucht bis zu 20 Prozent weniger Heizenergie. Die Einsparung fällt umso höher aus, je besser das Haus gedämmt ist. Die Stromersparnis durch die kleinere Umwälzpumpe liegt bei manchen Anlagen bei mehr als 80 Prozent. Die Kosten für einen hydraulischen Abgleich betragen zumeist unter 1.000 Euro – abhängig davon, ob und welche Komponenten der Heizungsanlage ausgetauscht werden müssen.

Fragen Sie Ihren Installateur!

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Hilfe bei der Auswahl von Waschmaschine, Kühlschrank und Co.

Waschmaschine, Kühlschrank oder Wäschetrockner sind große Anschaffungen, die nicht jeden Tag anstehen. Die Auswahl ist aber nicht immer leicht – Ausstattung, Leistung, Energieverbrauch und Preis lassen sich auf den ersten Blick oft kaum vergleichen. Eine gute Orientierung bietet die vollständig aktualisierte Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2015/2016“ des Niedrig-Energie-Instituts, die bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale erhältlich ist.

Denn der Blick auf den Energieverbrauch des Wunschgeräts lohnt sich, wie Peter Sönnichsen, Energieberater der Verbraucherzentrale, betont: „Effiziente Geräte sind zwar in der Anschaffung teurer, die Mehrkosten amortisieren sich aber durch die Einsparungen bei Strom- und Wasserkosten im Laufe der Jahre. Der Vergleich der verschiedenen Verbrauchswerte hilft also, langfristig Kosten zu sparen.“

Auf einen Blick finden Verbraucher in der Broschüre die effizientesten Kühl- und Gefrierschränke, Waschmaschinen, Trockner und Spülmaschinen, die derzeit auf dem Markt verfügbar sind. Übersichtliche Listen geben Auskunft über Hersteller, Abmessungen sowie die zu erwartenden Betriebskosten in 15 Jahren.

Wer mehr wissen will, kann außerdem nachlesen, wie die Betriebskosten eines Geräts berechnet werden, was es mit Klimaklassen, „Low-Frost“ und Vorschaltgeräten auf sich hat und wie Altgeräte korrekt entsorgt werden.

Das Heft gibt es ab sofort kostenlos in den Beratungseinrichtungen der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein oder als Download auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

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Kleine Klimaschützer unterwegs – auch in Nordfriesland

Kindermeilen_Logo_weißSeit 2002 sind jedes Jahr europaweit zigtausende „Kleine Klimaschützer unterwegs!“ und sammeln Grüne Meilen zum Schutz des Weltklimas.

Während einer frei wählbaren Aktionswoche rund um das Thema Klima, beschäftigen sich Kinder von 4 bis 12 mit viel Spaß und Bewegung mit ihrer eigenen Mobilität, erarbeiten Themen wie Beschaffung, Ernährung und Energieverbrauch und sammeln damit Grüne Meilen für eine symbolische Klimareise um die Eine Welt.

2016 unterstützen die Grünen Meilen außerdem ein Solarlampenprojekt im Amazonasregenwald: Eltern, Großeltern, Nachbarn oder auch Firmen können eine Patenschaft übernehmen, und für jede Grüne Meile eines Kindes/einer Einrichtung 0,10 Euro spenden. So trägt das Engagement der Kinder hier dazu bei, dass Kinder im Naturschutzgebiet Pacaya Samiria in Peru endlich Licht haben, welches dazu noch gesünder für sie und die Umwelt ist als die sonst üblichen Petroleumlampen.

Auch bei uns im Kreis Nordfriesland werden 2016 Grüne Meilen gesammelt –

Machen Sie mit!

Führen Sie die Kindermeilen-Kampagne auch in Ihrer Kindereinrichtung oder Schule durch. Wir übernehmen für Sie die Bestellung und Kosten der Materialien und organisieren eine lokale Übergabe der Grünen Meilen an unsere/n Bürgermeister/in.

Die Aktionsmaterialien können Sie sich anschauen unter http://www.kindermeilen.de/materials.html

Die in ganz Europa gesammelten Grünen Meilen, werden auf der UN-Klimakonferenz im November 2016 in Marrakesch überreicht, Grüne Meilen – Abgabetermin für 2016 ist daher schon der 25. Oktober

Bei Fragen und Interesse melden Sie sich bei Frau Marei Locher per E-Mail marei.locher@nordfriesland.de oder per Telefon 04841/67-481

Die Kindermeilen-Kampagne ist eine Aktion des Klima-Bündnis.

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